0
Mein Programm
campusdateLIVE 2019
Du hast noch keine Programmpunkte hinzugefügt.
zum Programm

Akte Mensa: Schnacken über nem Schnitzel

26.04.2018

Wenn du auf dem Campus studierst, solltest du es auf keinen Fall verpassen, in die Mensa zu gehen. Zwar ist es nicht ganz so wie bei Mutti, denn du musst für dein Essen bezahlen und geschmacklich einige Abstriche machen, aber eine ordentliche Portion bekommst du allemal. Das wichtigste sind aber die Menschen, die du beim „Mensen“ triffst – so nennen die Studierenden diesen Quasi-Lifestyle. Nicht selten sieht man auch den eigenen Prof in der Essensschlange – und wer will das schon verpassen?!

Ganz davon abgesehen, kannst du dich hier spitze unterhalten lassen. Wie zu einer Party mit Freibier stürmen die Studierenden, Mitarbeitenden und Besucher der Uni um die Mittagszeit die zwei Etagen der Mensa am Hauptcampus.

Kurz auf den digitalen Bildschirm geschaut, was heute aufgetischt wird, um sich noch fünf Mal umzuentscheiden, während man ein Tablett holt. Ein Klassiker in der Mensa. Für ein Käseschnitzel, Currywurst oder Burger stellt man sich dann in die Schlange, die gefühlt bis auf den Vorplatz geht, während sich Fans von Quinoa-Rosenkohl-Auflauf oder Erbsensuppe fix durch die Massen schlängeln. Die haben schon aufgegessen, wenn du die zweite Schlange an der Kasse erreichst. Nach ein paar Besuchen hast du auch gelernt, dir gleich Besteck mitzunehmen und deinen Studi-Ausweis bereit zu halten. Nun gilt es einen geeigneten Tisch zu finden. In der Mittagspause zwischen zwei Vorlesungen sind freie Plätze rar. Du kannst entweder aufmerksam das beschäftigte Treiben beobachten und dich am Rennen zum nächsten freien Tisch beteiligen – oder du sprichst die Leute an, die an ihrem noch freie Plätze haben. So sind schon unzählige neue Freundschaften in der Mensa geschlossen worden – immerhin kann man danach das Tablett gemeinsam wegbringen und geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid.

Ein Tipp am Rande: Bitte sorg dafür, dass du das passende Kleingeld hast! Die Mitarbeiter der Mensa werden es dir danken, oder dich zumindest nicht mit bösen Blicken bestrafen.

Nach dem Essen und vor der nächsten Veranstaltung kannst du dir ein heißes oder kaltes Getränk mit deinen neugewonnenen Mensa-Freunden gönnen

Dabei quatscht ihr über Gott, Welt und die letzte Nacht in der „Baracke“, bevor es im Hörsaal wieder um Parallelebenenbüschel, Zellmotilität oder Physiozentrismus geht. Die Mensa und besonders der Mensavorplatz sind die perfekten Orte, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Hier kriegst du unfreiwillig Flyer in die Hand gedrückt, wirst über die anstehenden Veranstaltungen informiert, gefragt, ob du einen Job suchst oder dich bei einer der zahlreichen studentischen Initiativen engagieren möchtest. Oder du schaust bei einem Flashmob zu. Alles schon erlebt.

Hast du mal keine Lust auf all den Trubel und Gossip, setzt du dir deine Kopfhörer auf. Dieses Zeichen ist nicht nur unter Studierenden allgemein bekannt als „lass mich in Ruhe“. Jeder wird sofort verstehen, dass du gerade keinen Bock auf soziale Interaktionen hast. Aber bevor du das Ausfüllen eines Fragebogens verweigerst, denk dran, dass du vielleicht auch mal die Hilfe der anderen brauchst, um die Abschlussarbeit zu retten.

Kurzum: Die Mensa ist der ultimative Ort um dort seine kleinen und großen Pausen zu verbringen. Hier wirst du fündig, wenn du Essen, Gesprächspartner, Spaß und Essen gleichzeitig suchst. Das „mensen“ wird schon bald eine geliebte Tradition. In etwa auf einer Stufe mit dem „ich geh nur mal kurz eine Pause vom Lernen in der Bibliothek machen“-Nachmittag. So oder so: Für viele ist das Schließen der Akte Mensa, der härteste Teil beim Abschied von der Uni. Und das völlig zu Recht!