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#OVGUalumni – Der Cultural Engineering Allrounder

17.04.2018

Dmitrijs Filimonovs im Gespräch mit Campusdate.de Redakteurin Viktoria Koch. (Foto: Nataliya Detka)

Dmitrijs Filimonovs ist gebürtiger Lette. Sein Cultural Engineering Studium hat er an der Universität Magdeburg abgeschlossen – inzwischen seiner zweiten Heimat. Als Europäer mit der Intention, die Gesellschaft in Sachsen-Anhalt für unsere Kinder zu verbessern, steht er jeden Tag auf. Berufstätig ist er als Referent für die Personalentwicklung und Internationales beim Landesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Sachsen-Anhalt.

Sein Wunsch, ab 2004 in Magdeburg zu studieren, kam durch einen Besuch in Deutschland zustande. Ihm gefielen die lächelnden, freundlichen Menschen und die Sauberkeit auf den Straßen. Außerdem hatte seine Mutter eine deutsche Brieffreundin und bewunderte das Land. Deshalb wurde in der Familie entschieden, dass er nach seinem Abitur für das Studium nach Deutschland geht.

Auf einer Bildungsmesse in Riga ist der damals angehende Abiturient durch Zufall auf den Studiengang Cultural Engineering gestoßen – jetzt sagt er, es war Schicksal. Nach seinem erfolgreichen Abiturabschluss konnte das Studium in Magdeburg beginnen. Sich selbst finanzierte der junge Student mit den verschiedensten Nebenjobs: Zum Beispiel war er Barkeeper, hat Flyer verteilt, am Fließband gearbeitet und im Winter Schnee geschippt aber auch als Übersetzer für die russische Profiboxerin Natascha Ragosina sowie für die Delegation der lettischen Präsidentin Vaira Vīķe-Freiberga gearbeitet. Zeit für Hobbys hatte er daneben wenig und so machte er seine Leidenschaft – das Fotografieren – zum Beruf. Durch die vielfältigen Jobs konnte der Student zahlreiche Kontakte knüpfen, Freunde finden und viel an Erfahrung gewinnen. Auch jetzt würde er alles genau so machen und könnte sich nichts Anderes wünschen, „denn auch Fehler gehören zum Leben dazu“, betont Dmitrijs Filimonovs. Besonders ist ihm eine Studienreise nach Budapest mit seinen Kommilitonen in Erinnerung geblieben. Heute schwärmt er lächelnd von der tollen Zeit an der OVGU. Positiv fand er auch die Unterstützung von Professoren und anderen Mitarbeitern der Universität während seines Studiums, die ihn bei Fragen zur Seite gestanden haben.

Für seinen jetzigen Job muss Dmitrijs Filimonovs ein Allrounder sein und vor allem gestalten können. Seit Juni 2017 ist er bei der AWO angestellt. Er kümmert sich um die internationalen Beziehungen, die Auszubildenden und die Integration von Mitarbeitern sowie um den Arbeitskomfort. Er organisiert Mitarbeiterevents mit der Intention, Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Durch seine vielfältigen Aufgaben ist bei ihm kein Arbeitstag wie der andere. Er versucht, sich immer selbst zu motivieren, „denn man kann Dinge nur gut vermitteln, wenn man selbst glücklich ist und dahintersteht“, betont er. Seine Vorgesetzte ist eine Art Coach für ihn, der ihm Unterstützung bietet, weshalb er sich in seiner Position gut aufgehoben fühlt.

Magdeburg ist zu seiner zweiten Heimat geworden und so absolvierte Dmitrijs Filimonovs auch seinen Master an der Universität. Sein Studium diente ihm als Orientierung für die Zukunft und hat gut zu ihm gepasst, weil es sehr vielfältig war und eine breite Palette an Veranstaltungen zur Auswahl stand, die jedoch trotzdem Platz für Vertiefungen bot. Das Studium hat ihm geholfen, derjenige zu werden, der er nun ist. „Durch die Studierenden wird Leben in die Stadt Magdeburg gebracht. Ohne sie ist der Altersdurchschnitt in Magdeburg recht hoch aber die Studierenden machen die Stadt zu etwas ganz Besonderem und sind der Motor für die Entwicklung der Stadt“, erzählt der 32-jährige.

Die Universität Magdeburg sieht er als ein gutes Beispiel für gelungene und gelebte Integration und er ist stolz, hier studiert zu haben. Deshalb könnte er sich vorstellen, vielleicht noch einmal Medizin zu studieren, um damit Menschen noch praktischer zu helfen.