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#OVGUalumni: An Schulen ist es kunterbunt geworden

27.03.2018

Jana Benecke hat den Schritt gemacht: Aus dem Hörsal zurück ins Klassenzimmer. Sie absolvierte erfolgreich das Lehramt in Magdeburg. Foto: Harald Krieg

Jana Benecke wusste sehr früh, dass sie später einmal Lehrerin werden möchte. „Ich habe als Kind schon gern Schule gespielt“, erzählt die 28-Jährige. Sie hat ab 2009 im Bachelor Berufsbildung – Profil Technische Bildung studiert und anschließend den Master Lehramt an Sekundarschulen – Profil Technische Bildung absolviert. Nach ihrem Referendariat unterrichtet sie heute an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Willy Brandt in Magdeburg Stadtfeld in den Klassenstufen 5 bis 10.

„Ich habe schon vor dem Studium Praktika gemacht und dort festgestellt: Grundschule ist es nicht. Hier in Sachsen-Anhalt ist Technik Pflichtfach in den Klassenstufen 5 bis 10, in der Oberstufe nur Wahlpflicht. Da es nur zwei Schulen im Land gibt, in denen das in der Oberstufe angeboten wird, war für mich irgendwann klar, ich nehme dieses Mittelding – Klassen 5 bis 10“, erzählt sie. Bereut hat sie ihre Wahl nie: „Ich finde es spannend 10 bis 16-Jährige zu unterrichten, vielleicht auch weil ich noch relativ jung bin.“

Es sei Zufall, dass Jana Benecke an eine integrierte Gesamtschule gekommen ist, sagt sie. „Ich habe mich im Studium nicht speziell auf diese Schulform vorbereitet. Es gab im Masterstudium ein paar Seminare in diese Richtung, aber es ist in Schulen im Allgemeinen kunterbunt geworden. Ob das integrativ ist mit behinderten Kindern oder mit Kindern mit Förderbedarf, der Alltag ist sehr vielfältig. Das wird allgemein mehr, nicht nur an der integrierten Gesamtschule bei uns, sondern an allen Schultypen“, erzählt sie. Man brauche kein Seminar, dass einem theoretisch vermittelt, wie integrative Schule funktioniert. „Das ist einfach das heutige Leben, dass bunt gemischt ist.“

In Magdeburg sind alle Fakultäten der Universität nah beieinander, das findet Jana Benecke ideal. In Städten wie Potsdam oder Berlin müsse man viel hin- und herfahren, um von einem Campus zum anderen zu kommen, „wenn man so etwas studiert, wie ich es gemacht habe, mit der Kombination aus Technik und Ethik. In Magdeburg kann man alles fußläufig erreichen.“ Außerdem sei Magdeburg eine junge Stadt, die viele Angebote für Studierende bereithält. „Man kann viel erleben. Ich kenne den Vergleich zu Berlin und finde es hier sehr angenehm. Auch dass Magdeburg kleiner ist als Berlin, ist ganz schön. Man hat viele grüne Ecken, Radstrecken und generell Möglichkeiten für Sport. Und wer doch mal Lust auf Großstadt hat, der hat mit dem Zug eine super Anbindung. Das macht Magdeburg für mich attraktiv“, sagt sie.

Jana Beneckes liebste Freizeitbeschäftigung während des Studiums waren die Sportkurse – als Ausgleich und um auch mit neuen Leuten in Kontakt zu kommen. Besonders gern ist sie Klettern gegangen, auch der Zumba-Kurs hat ihr viel Spaß gemacht. Mit ihren Kommilitoninnen hatte Benecke einen festen Treffpunkt: Die Cafeteria neben der Mensa. „Da konnten die Mittagspausen dann manchmal auch etwas länger werden – was aber nicht schlimm war“, erzählt sie. „Wir haben uns meist auf dem Campus getroffen, weil wir alle auch in der Umgebung gewohnt haben, hier gibt es viele Möglichkeiten sich zusammen zu setzen.“

Das Studium habe sie gut auf den Arbeitsalltag vorbereitet, findet Jana Benecke. „Gerade das, was im Master vermittelt wurde. Auch, dass man inzwischen im Bachelor schon in die Praxis geht, finde ich gut. Das verhindert, dass man nach drei Jahren Bachelorstudium noch den Praxisschock bekommt. So verliert man schon früh die Angst davor, vor einer Klasse zu stehen und sich dort zu behaupten.“ Ihr Studium sei wie eine Berg- und Talfahrt gewesen, lacht sie. „Es gab Dinge am Studium, die wirklich toll waren und Spaß gemacht haben, aber natürlich auch Tiefpunkte, wenn man mal eine schlechte Note in einer Klausur hatte oder auch eine Klausur zweimal schreiben musste. Auch als Lehrer passiert einem das. Das kann man den Schülern weitergeben, dass es nicht schlimm ist, mal zu versagen. Man muss nur seine Chance nutzen.“ Dann geht es auch wieder bergauf.