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#OVGUalumni: Mit Bestnoten zur Promovendin

25.04.2018

Miriam Pougin wurde als beste Absolventin der Verfahrenstechnik ausgezeichnet. Das Lernen hat sich gelohnt, denn nun arbeitet sie am Institut für Strömungstechnik und Thermodynamik an der OVGU. (Foto: Harald Krieg)

Miriam Pougin kam, sah und siegte – als beste Bachelorabsolventin der Verfahrenstechnik an der Universität Magdeburg. Genauso erfolgreich und zügig schloss die 24-jährige nun ihr Masterstudium der Verfahrenstechnik ab. Das i-Tüpfelchen ihrer akademischen Laufbahn wird nun ihre Promotion in der Thermodynamik sein. Die gebürtige Düsseldorferin hält also Magdeburg und der Universität noch mindestens ein paar Jahre länger die Treue. Wir haben mit ihr über das Studium und das Studierendenleben in Magdeburg gesprochen.

Miriam, du wurdest als beste Bachelor-Absolventin der Verfahrenstechnik ausgezeichnet. Hast du damit gerechnet oder kam es überraschend?

Ich wusste natürlich, dass ich gute Noten hatte, aber dass ich dann wirklich Fakultätsbeste war, hat mich dann doch überrascht und sehr gefreut.

Wieso hast du dich für ein Studium an der OVGU entschieden und warum fiel die Entscheidung auf den Studiengang Verfahrenstechnik?

Bereits zu Schulzeiten wusste ich, dass ich ein Studium im Bereich Physik/Chemie machen wollte. Zunächst dachte ich an das Studium Wirtschaftsingenieur Verfahrenstechnik, da die Berufschancen und das Einstiegsgehalt vielversprechend klangen. Dieser Studiengang wird in vergleichsweise wenigen Städten angeboten. Außerdem machte ich meine Auswahl davon abhängig, dass ich in eine Stadt wollte, in der keine Studiengebühren anfallen. Die Wahl fiel auf Magdeburg – es war einfach ein Bauchgefühl. Vor dem Abitur bin ich dann auch schon einmal nach Magdeburg gefahren und hatte sogar die Möglichkeit, mit dem Studienfachberater und Studierenden zu sprechen. Ich war begeistert von der Betreuung von Studieninteressierten und habe ich mich außerdem sofort in die Uni und Stadt verliebt. Letztlich entschied ich mich aber für einen reinen Ingenieursstudiengang, da mir umfassende Grundlagenkenntnisse in den Naturwissenschaften wichtig waren.

Was hat dir besonders gut an dem Bachelorstudium gefallen?

Vor allem das sehr gute Betreuungsverhältnis, aufgrund der kleinen Gruppen, habe ich in guter Erinnerung. Und das Ineinandergreifen der Lehrveranstaltungen war super, wodurch wir im Laufe des Studiums Thematiken aus verschiedenen Blickwinkeln behandelten. An dem Ingenieursstudium gefiel mir besonders, dass wir Dinge aus dem Alltagsleben verstehen lernten, also zum Beispiel: Wie funktioniert ein Automotor? Was passiert in einer Destillationskolonne? Technik, die für jedermann ganz selbstverständlich dazugehört, sieht man in den höheren Semestern mit ganz anderen Augen.

Wie sah ein typischer Studienalltag aus?

Vormittags bis abends habe ich Lehrveranstaltungen besucht. In den Freistunden habe ich mich mit meinen Freunden in der Mensa oder zum Kaffeetrinken verabredet. Außerdem war ich wissenschaftliche Hilfskraft in der Thermodynamik. Abends stand oft Kochen mit Freunden auf dem Plan und im Winter bin ich gerne auf den Weihnachtsmarkt gegangen.

Welcher Lerntyp bist du? Fällt es dir leicht, zu lernen?

Ich bin schon sehr diszipliniert. In der Prüfungsphase verbrachte ich mindestens acht bis zehn Stunden in der Bibliothek und auch während des Semesters bereitete ich die Lehrveranstaltungen immer vor und nach. Ich war nie jemand, der Probleme mit Aufschieben hat, wobei ich natürlich auch mal Tiefphasen in der Lerneffizienz hatte. Prinzipiell ist es mir beim Lernen wichtig, die Grundlagen und Hintergründe zu verstehen. Sobald ich die Zusammenhänge begreife, ist das ein riesen Lernerfolg. Auswendiglernen nach Schema F ist überhaupt nicht meins.

Was macht Magdeburg in deinen Augen zu einer Studentenstadt?

Das Vorhandensein kostengünstiger Wohnungen in Uninähe und die vielen Parks, in denen man besonders im Sommer viel unternehmen kann. Magdeburg ist groß genug, dass alles vorhanden ist, was man vom Stadtleben erwartet – Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitangebote, Bars, Clubs, usw., aber trotzdem klein genug, sodass man als Student an der Uni nicht nur eine Nummer ist und außerdem auf jeder Party bekannte Gesichter trifft.

Welches Ereignis deiner Studienzeit ist dir in besonderer Erinnerung geblieben?

Das Hochwasser in Magdeburg. Die Solidarität und das Zusammenarbeiten, das daraus entstand, waren sehr schön mitzuerleben: Der Rektor arbeitete Hand in Hand mit Studierenden beim Befüllen der Sandsäcke, Freunde wurden bei Freunden untergebracht. Beeindruckend.

Was hast du für persönliche sowie berufliche Zukunftspläne? In welchem Bereich möchtest du später arbeiten?

Ich bin nun Promovendin in der Thermodynamik an der Universität und arbeite an der Entwicklung innovativer Lasermesstechnik. Durch ein Praktikum bei BASF habe ich gemerkt, dass ich erstmal nicht in die Industrie möchte. In großen Betrieben arbeitet jeder in seiner Nische, wodurch sich die Forschung meist auf die Optimierung spezieller Prozesse konzentriert. Für mich ist die grundlagenorientierte Forschung attraktiver.