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#OVGUalumni: Mutig sein lohnt sich!

23.05.2018

Der Lieblingsplatz von Alumni Friederike Krause während des Studiums: Direkt auf dem Hauptcampus, zwischen Mensa und Bibliothek. (Foto: Harald Krieg)

„Den Titel des Studiengangs musste ich mehrfach lesen und richtig eintrainieren“, schmunzelt Friederike Krause. Betriebliche Berufsbildung und Berufsbildungsmanagement mit der Vertiefung Personal- und Organisationsentwicklung – so einfach geht der Name des Masterstudiengangs an der Uni Magdeburg tatsächlich nicht über die Lippen. „Aber ich hatte ja drei Jahre Zeit diesen eindrucksvollen Titel auswendig zu lernen“, ergänzt die 27-Jährige humorvoll. Heute leitet Friederike Krause die strategische Personalentwicklung beim Biotechnologie Unternehmen IDT Biologika in Dessau und profitiert kontinuierlich von ihren Erfahrungswerten aus dem Studium.

Nach ihrem Bachelorabschluss wollte die gebürtige Magdeburgerin die betriebswirtschaftlichen und humanwissenschaftlichen Inhalte des Studiums verbinden. Der Studiengang an der Fakultät für Humanwissenschaften war für sie die perfekte Lösung. „Das Besondere an meinem Master war der geförderte Transfer von Theorie zur Praxis.“ Die Seminare von Prof. Michael Dick sind ihr besonders in Erinnerung geblieben. Anhand von Simulationsspielen und Fallarbeiten wurden nicht nur Theorien erklärt, sondern auch Methoden gelehrt, deren Wirkung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Seminar selbst an sich testeten. Dieses „einfach mal machen“ im Studium ist Friederike Krause positiv im Gedächtnis geblieben. So gibt es im Master Betriebliche Berufsbildung und Berufsbildungsmanagement einen guten Mix zwischen den theoretischen Inhalten und praktischer Anwendung.

Auf das Studierendenleben blickt die junge Frau mit einem breiten Lächeln zurück. „Neben dem Studium und meinem ehrenamtlichen Engagement bei der Caritas, ist das Feiern aber auch nicht zu kurz gekommen“, berichtet sie mit einem Augenzwinkern. Aber das war freilich nicht die einzige Besonderheit außerhalb des Hörsaals. Speziell die Impulse der Studierenden haben sie beeindruckt: Die zahlreichen studentischen Initiativen, die Veranstaltungen auf dem Campus und die Freiräume innerhalb der Stadt trugen dazu bei, dass sie sich im Studium wohlgefühlt hat. Deswegen gibt sie Erstsemestern auch mit auf den Weg, das Studierendenleben zu genießen. Bis auf eine Ausnahme: „Seminare zu belegen, die günstig in den eigenen Schlafrhythmus fallen, sind zwar sehr verlockend. Aber seid mutig! Es lohnt sich nicht nur inhaltlich, auch zu früheren Veranstaltungen zu gehen.“

Der Berufseinstieg von Geistes- und Humanwissenschaftlern verläuft oftmals etwas holprig. Friederike Krause wollte aber unbedingt nach dem erfolgreichen Masterabschluss ohne Umwege in die Personalentwicklung und nicht Arbeitsstellen annehmen, „nur um einen Fuß in die Tür zu kriegen“. Beim Dessauer Biotechnologie-Unternehmen IDT Biologika hat das funktioniert: Nach ihrer Masterarbeit fand sie eine passende Stelle und stieg innerhalb kurzer Zeit zur Leiterin der strategischen Personalentwicklung auf. Dieser Bereich ist unter dem Corporate Development angesiedelt, welches die strategische Ausrichtung des Unternehmens unterstützt und Projekte zur Effizienzsteigerung steuert. In ihrem Arbeitsalltag ist die Absolventin für die strategische Ausrichtung der Personalentwicklung verantwortlich, worunter die Konzeption und Implementierung der Management- und Führungskräfteentwicklung fällt. Somit verantwortet sie unter anderem die Weiterentwicklung von Teams, moderiert Konflikte und trägt somit zu einer gesteigerten Effizienz innerhalb des Unternehmens bei. Darüber hinaus betreut Friederike Krause Projekte wie die Implementierung von Lean Management und fachliche Trainings. „Ich finde es unheimlich spannend mit so vielen Abteilungen des Unternehmens in Kontakt zu kommen, die Systeme besser zu verstehen und die Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schärfen“, berichtet die 27-Jährige.

Rückblickend hat sich ihr Blick auf die Universität Magdeburg etwas verändert. „Im Studium gab es schon die ein oder andere Hausarbeitsphase, wo ich die Bibliothek einfach nicht mehr sehen konnte. Mittlerweile bin ich fast schon wehmütig, dass ich oftmals nicht genug Zeit habe, ein Thema in dieser Intensität zu bearbeiten“, betont Friederike Krause.